Pressemitteilung
Chlordioxid – Desinfektion
Effektiv und sicher im Prozess
Dipl.- Ing. Sven Müller
Desinfektion ist ein Thema von besonderer Wichtigkeit. Einerseits soll der Mensch vor Krankheit geschützt werden bzw. technische Systeme vor Verkeimung bewahrt bleiben, andererseits sollte das angewandte Desinfektionsverfahren aber selbst nicht zu etwaigen Beeinträchtigungen des menschlichen Organismus oder zur Beeinträchtigung von Materialien und Prozessabläufen führen.
Zur Lösung von Desinfektionsaufgaben werden eine Vielzahl von Methoden mit unterschiedlichsten Substanzen und Techniken eingesetzt. Die Erfahrung und Jahrzehnte lange Forschungsarbeit haben gezeigt, dass sich viele Anwendungen deutlich besser mit der Zugabe von Chlordioxid abdecken lassen. Die ALLDOS Eichler GmbH hat darauf reagiert und bietet für dieses Desinfektionsverfahren entsprechende Chlordioxid-Aufbereitungssysteme wie die Oxiperm 164 bzw. die Oxiperm 166 für vielseitige Desinfektionsaufgaben an.
Diese besonders leicht zu bedienenden Kompaktanlagen sind in nahezu jeder Applikation der Wasserchemie zuhause. Mit ihren breit angelegten Leistungsstufen lösen die Oxiperm-Aufbereitungssysteme ein weites Feld an Desinfektionsaufgaben. Das Spektrum der Einsatzmöglichkeiten beginnt ganz klassisch bei der Trinkwasseraufbereitung über das Brauch- und Prozesswasser bis hin zum Kühl- und Abwasser. Aber auch in sensiblen Bereichen wie in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie wechseln immer mehr Anwender zu der Chlordioxid-Desinfektion, da gerade bei diesen Applikationen eine Beeinträchtigung der Produktqualität durch Geruch oder Geschmack des Desinfektionsmittel nicht toleriert werden kann. Speziell bei Cleaning In Place (CIP)-Anwendungen steigt die Nachfrage nach den Chlordioxid-Aufbereitungssystemen stetig an.
Vorteile von Chlordioxid
Unabhängig von der Matrix des aufzubereitenden Wassers ist die Desinfektionswirkung bei gleicher Konzentration mit Chlordioxid deutlich höher als z.B. bei Chlor. Dies gilt nicht nur im Sinne einer schnelleren und nachhaltigeren Desinfektion, also der Depotwirkung, sondern auch einer selektiveren Wirkung. Gerade dies macht sich vor allem dadurch bemerkbar, dass die Bildung von toxischen Chloraminen und Haloformen (THM) ausbleibt. Beeinträchtigungen bzgl. Geruch oder Geschmack entfallen daher komplett.
Aufgrund seines hohen Redoxpotentials hat Chlordioxid im Vergleich zu anderen Bioziden eine weitaus stärkere Desinfektionswirkung gegen alle Arten von Keimen oder Verunreinigungen wie Viren, Bakterien, Pilze und Algen. Das Oxidationspotential ist höher als beispielsweise bei Chlor, so dass auch deutlich weniger Chemie eingesetzt werden muss. Die längere Verweilzeit ist aufgrund der selektiven Zehrung ebenfalls von großem Vorteil. Selbst chlorresistente Keime, wie etwa Legionellen, können durch Chlordioxid sicher und vollständig abgetötet werden. Durch ihre Anpassungsfähigkeit auch an eigentlich lebensfeindliche Bedingungen und ihre weitgehende Resistenz gegen Biozide ist gerade ihrer Bekämpfung besondere Bedeutung beizumessen. Für eine Infektion reicht bereits die Inhalation kleinster Tröpfchen legionellenverunreinigten Wassers aus. Die Risikobereiche erstrecken sich hier von Aerosol (kleinste Wassertröpfchen) bildenden Entnahmestellen bei Hausinstallationen im privaten Bereich, Hotels, Krankenhäuser und Schwimmbäder bis zu industriellen Anwendungsbereichen wie Reinigungs- und Befeuchtungsanlagen.
Bei der Aquakultur, also bei Springbrunnen oder Teichen spielt wiederum die erneute Verkeimung von aufbereitetem Wasser vor allem bei höheren Temperaturen eine große Rolle. Die günstigsten Wachstumsbedingungen finden die Erreger bei Temperaturen von 25°C bis 45°C. Der pH-Wert für ein optimales Wachstum liegt bei 6,9. Nur wenige Stunden sind zur Verdopplung einer Population bei 30°C bis 35°C nötig. Da sich die Legionellen im Biofilm einnisten, sind diese für die meisten chemischen Desinfektionsmittel und für alle chemiefreien Desinfektionstechniken nicht erreichbar. Die bisher klassische Art, den Legionellen Herr zu werden, war die thermische Desinfektion, bei der die Rohre mit 70°C heißem Wasser durchgespült wurden. Aufgrund der hohen Energiekosten und den zu treffenden Sicherheitsmaßnahmen, um Verbrennungen während der Desinfektions- und Abkühlungsphase zu vermeiden, kann dies auf Dauer keine befriedigende Lösung darstellen. Der dauerhafte Einsatz von anderen Bioziden als Chlordioxid wäre zwar denkbar, aber die benötigten Dosen wären so hoch, dass diese für den Menschen gesundheitsschädlich wären.
Der große Unterschied von Chlordioxid gegenüber Chlor bzw. Hypochlorit ist die allmähliche Abbauwirkung auf den Biofilm bei relativ geringen Dosen. So wird bei einer Konzentration von 1 ppm innerhalb von 18 Stunden ein Legionellenabbau von nahe zu 100% im Biofilm möglich. Eine deutliche Reduktion des Biofilms kann in der gleichen Zeit bei einer Konzentration von 1,5 ppm erreicht werden. Des Weiteren ist das Desinfektionsvermögen von Chlordioxid vom pH-Wert nahezu unabhängig, somit ist der Einsatz auch im alkalischen Bereich problemlos.
Desinfektionswirkung von Chlordioxid im Vergleich zu Chlor
Chlordioxid ist ein wasserlösliches grünliches Gas mit ozonartigem Geruch. Die chemische Wirkung beruht auf der Umwandlung zu Chlorit bzw. Chlorid. Die biochemische Wirkung auf Bakterien und Viren hingegen beruht auf der Schädigung von Zellmembranen und der Störung bzw. Unterbrechung von Stoffwechselvorgängen.
Bei den Reaktionen von Chlordioxid werden keine Chloramine gebildet. Daher ist Behandlung von stickstoff- bzw. ammoniumhaltigen Wässern besonders interessant. Ein weiterer Vorteil beim Einsatz von Chlordioxid ist die Präventionswirkung gegen Algenwachstum, zur Vermeidung von Ablagerung in Rohren und Anlagenteilen besonders bei Kühlturmsystemen.
Da sich Chlordioxid auf mehreren Wegen herstellen lässt, gibt es die Oxiperm - Anlagen der ALLDOS Eichler GmbH je nach Bedarf für zwei unterschiedliche Aufbereitungsverfahren, die sich weltweit durchgesetzt haben:
 |
|
Das Säure/Chloritverfahren mit verdünnten und konzentrierten Natriumchlorit- und Salzsäurelösungen Oxiperm 164 |
 |
|
Das Chlorgas/Chlorit-Verfahren mit konzentrierter Natriumchloritlösung und in Wasser gelöstem Chlorgas Oxiperm 166 |
 |
|
9 Chlorverdampfer 171 |
Bei beiden Verfahren wird sichergestellt, dass Chlordioxid mit einer hohen Ausbeute (bis zu 95%) hergestellt wird.
Oxiperm 164
Bei der völlig neu entwickelten Oxiperm 164 bewirkt die präzise Dosier-, Entlüftungs- und Kalibriertechnologie mit dem bewährten P3-System eine ebenso genaue wie ressourcenschonende Mischung der Chemikalien. Die Ausbeute liegt bei ca. 90 %. Die Herstellung von Chlordioxid verläuft bei diesem Verfahren nach folgender chemischer Gleichung:
5 NaCIO2 + 4 HCI -> 4 CIO2 + 5 NaCI + 2 H2O
Ein besonderer Pluspunkt der automatischen Oxiperm 164-Systeme ist die zweifache Visualisierung des Aufbereitungsprozesses: Leuchtdioden, in einem übersichtlichen Fließschema angeordnet, lassen eventuelle Störungen sofort und eindeutig lokalisieren. Zusätzlich erscheinen alle Betriebszustände und Störmeldungen auch auf dem Klartext-Display. Über eine Anbindung an Prozessleitsysteme (BUS-Schnittstellen) lassen sich selbstverständlich auch Betriebsabläufe oder Störmeldungen überwachen und zur Anzeige bringen.
Besonderen Wert wurde auch auf die Einfachheit der Bedienung, der Überwachung und Wartung gelegt. Alle Bedien- und Kontrollelemente befinden sich auf der Gerätefront. Sensible Anlagenteile wurden sicher und geschützt auf der Rückseite installiert. Komponenten auf der Rückseite, die einer regelmäßigen Wartung unterliegen, sind leicht zugänglich angebracht worden. Alle Anlagen sind mit einer umfangreichen Sensorik und einer Vielzahl an Sicherheitselementen ausgestattet.
Oxiperm 164 gibt es in drei Leistungsstufen: Oxiperm 164 D ist für den Einsatz von 5 bis 2.000 g/h geeignet, Oxiperm 164 C hat ein Leistungsvermögen von 150 bis 2.500 g/h. Die dritte Variante ist die große Oxiperm 164 C mit integriertem Chlordioxidspeicher für Großanwendungen mit einem Leistungsvermögen von 4.000 - 10.000 g/h. Wahlweise können die Oxiperm 164-Varianten mit verschiedenen Steuerungsarten betrieben werden und bieten daher dem Betreiber eine zusätzlich hohe Flexibilität: Ob für Chargen-Dosierung, Direkt-Steuerung über Proportional-Signale (Kontakt / Strom) und Direkt- oder Fernüberwachung.
 |
 |
 |
Oxiperm 164 D
5 bis 2000 g/h |
Oxiperm 164 C
150 bis 2500 g/h |
Oxiperm 164 C 4 bis 10 kg/h |
Oxiperm 166
Diese Flüssig-/Gasanlage arbeitet nach dem bewährten Chlorit-/Chlorverfahren. Die Ausbeute ist hier um ca. 5 % höher als beim Säure-/Chloritverfahren und liegt somit bei ca. 95 %. Die Bildung von Chlordioxid ergibt sich aus folgender Formel:
2 NaCIO2 + CI2 -> 2 CIO2 + 2 NaCI
Oxiperm 166 verfügt ebenfalls neben modernster Sensorik über eine präzise SPS-Steuerung mit Klartext-Display. Es stehen 6 Leistungsstufen für Dosiermengen von 0,7 bis 10 kg/h zur Verfügung. Ebenso wie bei den Oxiperm 164-Anlagen standen hier bei der Entwicklung die Sicherheit und der Bedienkomfort im Vordergrund. Die Anlagen verfügen über manuelle und automatische Absperrarmaturen. Vor allem die leicht zu nutzende menügesteuerte Bedienerführung mit der Anzeige von Betriebsmeldungen trägt zu einem hohen Bedienkomfort bei. Betriebsprotokolle werden automatisch gespeichert und können bei Bedarf ausgegeben werden. Durch den Passwortschutz des Bediendisplays werden unautorisierte Eingriffe verhindert.

Oxiperm 166
Bei beiden Anlagentypen ist ein unterbrechungsfreier Gebindewechsel mit automatischer Entlüftung nach dem Wechsel jederzeit möglich.
Die Oxiperm-Desinfektionsanlagen verfügen nicht nur über eine Vielzahl von technischen Highlights, in ihnen wurden auch das gesamte Know-how über eine wirkungsvolle, effektive, sichere und auch möglichst kostengünstige Desinfektion eingebracht.
ALLDOS Eichler GmbH
Reetzstraße 85
D-76327 Pfinztal
Tel.: (+ 49) 7240 61-0
Fax: (+ 49) 7240 61-177
E-mail alldos.de@alldos.com
www.alldos.de
|
DOWNLOAD |
| Weiteres Pressematerial? |
Kontaktieren Sie uns:
Redaktion, Abteilung Werbung,
Öffentlichkeitsarbeit der ALLDOS Eichler GmbH
presse@alldos.com |
|
|